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In diese Richtung fahren die Waren.
Nach/durch EU nach GB oder nach/durch GB nach EU.

1. Vor der Fahrt

Wenn Sie Waren von der Europäischen Union (EU) nach Großbritannien (GB) transportieren, benötigen Sie möglicherweise zusätzliche Unterlagen, bevor Sie Ihre Tour beginnen und Waren abholen.

Bereiten Sie sich auf die folgenden zusätzlichen Zoll- und Grenzanforderungen vor.

Reisepässe/Personalausweise.

Vor dem 1. Oktober 2021 können EU-, EWR- und Schweizer Staatsangehörige wie heute mit einem Reisepass oder Personalausweis in das Vereinigte Königreich einreisen.

Ab dem 1. Oktober 2021 werden Personalausweise aus EU-, EWR-Ländern und der Schweiz nicht mehr als gültiges Reisedokument akzeptiert und für die Einreise in das Vereinigte Königreich wird ein Reisepass benötigt.

Dies gilt nicht für jene EU-, EWR- und Schweizer Bürger, die bis zum 30. Juni 2021 beim EU Settlement Scheme gestellt haben oder anderweitig Schutzrechte im Rahmen der Bürgerrechtsabkommen haben.

Personalausweise für Gibraltar, die an britische Bürger ausgestellt werden, sowie irische Reisepässe werden auch weiterhin für die Einreise in das Vereinigte Königreich akzeptiert. Weitere Details zu den neuen Anforderungen und Ausnahmen werden auf GOV.UK zur Verfügung gestellt.

Dort, wo diese Ausnahmen gelten, können diese Personen noch bis mindestens 31. Dezember 2025 einzelstaatliche Personalausweise für Reisen nutzen.


Visumspflicht für das Vereinigte Königreich

EU-Fahrer können weiterhin im Vereinigten Königreich arbeiten, ohne ein Visum zu benötigen, vorausgesetzt, sie verbringen nicht mehr als 6 Monate im Vereinigten Königreich in einem Zeitraum von 12 Monaten.

Fahrer aus Drittländern benötigen je nach Land ein Visum. Überprüfen Sie, ob Sie ein Visum benötigen.

https://www.gov.uk/guidance/immigration-rules/immigration-rules-appendix-visitor-permitted-activities


Fahrer- und Fahrzeugdokumentation

EU-Betreiber, die Fahrten nach, von oder durch das Vereinigte Königreich machen, müssen einen Kfz-Versicherungsnachweis für ihr Fahrzeug und ihren Anhänger mitführen. Eine Grüne Karte oder ein anderer Nachweis einer Kfz-Versicherung wird im Vereinigten Königreich anerkannt, jedoch sind Grüne Karten nicht obligatorisch für EU-Fahrer im Vereinigten Königreich.


Gemeinschaftslizenz

Gemeinschaftslizenz EU-Betreiber müssen von ihrem eigenen Niederlassungsland lizenziert sein und stets eine beglaubigte Kopie der Gemeinschaftslizenz mitführen.

Kabotage – der Transport von Waren oder Passagieren zwischen zwei Orten im gleichen Land durch ein Transportunternehmen aus einem anderen Land für die Zwecke der Einstellung und Vergütung. Ist im Vereinigten Köngreich und im Ausland starkbeschränkt.

EU-Betreiber dürfen unbegrenzt nach, von und durch das Vereinigte Königreich mit bis zu zwei Kabotagetransporten im Vereinigten Königreich unternehmen, sofern sie nach einer Fahrt aus der EU durchgeführt werden, und innerhalb von sieben Tagen nach der Entladung im Vereinigten Königreich.

Die britische Regierung hat eine vorübergehende Verlängerung der Kabotage-Regeln eingeführt, die am 28. Oktober 2021 in Kraft trat.

Diese temporären zusätzlichen Kabotagerechte werden für sechs Monate bis zum 30. April 2022 gelten und Kabotage ermöglichen:

  • innerhalb Großbritanniens für einen Zeitraum von 14 Tagen, wobei der erste Tag eine beladene Einreise in das Vereinigte Königreich war, ohne dass die Anzahl der erlaubten Kabotagefahrten während dieses Zeitraums eingeschränkt wurde.
  • von Betreibern aus jedem Land, unabhängig davon, ob sie sich in der EU befinden oder von einer anderen Genehmigungsregelung abgedeckt sind.

Fahrzeugkontrollen durch die Driver and Vehicle Standards Agency (DVSA) von Schwerlastfahrzeugen außerhalb des Vereinigten Königreichs umfassen routinemäßig die Überprüfung auf Kabotage-Verstöße und es können Durchsetzungsmaßnahmen ergriffen werden, wenn schwerwiegende Verstöße festgestellt werden.

Händler

Es liegt in der Verantwortung des Händlers , Zollerklärungen abzugeben und dem Spediteur und dem Fahrer die korrekten Dokumente auszuhändigen. Dies kann direkt oder über einen Dritten erfolgen, beispielsweise einen Frachtführer, ein Logistikunternehmen oder einen Zollagenten.


Speditionsunternehmen

Der Spediteur muss sicherstellen, dass sein Betrieb Zugang zu IT-Systemen wie Good Vehicle Movement Service (GVMS) und GB safety and security (S&S GB) hat – dies kann durch Registrierung erfolgen und erfordert vom Spediteur eine britische EORI-Nummer (Economic Operator Registration and Identification).

Der Fahrer sollte über alle notwendigen Zollinformationen und Dokumente und andere Papiere für die Route verfügen, die er nutzen möchte. Wenn der Spediteur beabsichtigt, einen Dritten zu nutzen, um den britischen S&S-Eintrag abzuschließen, muss er dies über die Software eines Dritten oder den CSP tun.

Das Speditionsunternehmen muss auch sicherstellen, dass seine Fahrer wissen, welche Dokumente zu jeder Etappe der Route vorzulegen sind, einschließlich:

  • an Häfen oder Bahnhöfen
  • an Zollstellen

Hinweis: Je nach Route können einige oder alle diese Dokumente vorab digital eingereicht werden. Bitte stellen Sie sicher, dass Sie den Prozess für die Route, die Sie fahren, verstehen


Fahrer

Der Fahrer muss für die Dauer der Fahrt die vom Spediteur im Fahrzeug bereitgestellten Informationen und Unterlagen mitführen. Dazu gehören auch Informationen und Unterlagen, die erforderlich sind, um die Anforderungen der EU-Mitgliedstaaten zu erfüllen. Denn jeder Warenverkehr von der EU in das Vereinigte Königreich ist sowohl eine Exportbewegung für EU-Behörden als auch eine Importbewegung für britische Behörden und umgekehrt.

Es ist wichtig, dass die Fahrer wissen, welche Informationen und Dokumente benötigt werden und wo, wann und wie sie präsentiert und überprüft werden.

Wenn Sie von außerhalb des Vereinigten Königreichs nach Großbritannien (GB) fahren, gibt es neue Regeln für Waren, die Sie für Ihren eigenen Gebrauch einbringen können, ohne Steuern oder Abgaben zahlen zu müssen.

Informieren Sie sich über die Einfuhr persönlicher Güter in das Vereinigte Königreich und darüber, ob Sie notwendige Erklärungen abgeben müssen.


Regeln für Fahrer und persönliche Speisen und Getränke

Fahrer, die in die und aus der EU fahren, sollten sich der Regeln bewusst sein, welche persönlichen Lebensmittel, Getränke und Pflanzen sie mitnehmen dürfen. Diese Regeln gelten für Gegenstände, die am Körper, im Gepäck oder im Fahrzeug mitgeführt werden.

Fahrer dürfen Produkte, die Fleisch oder Milch enthalten (z. B. ein Sandwich mit Schinken und Käse oder Kaffee mit Milch), nicht in die (Stand jetzt) oder aus der EU mitnehmen (ab 1. Juli 2022).

Fast alle Pflanzen und Pflanzenprodukte, einschließlich Obst, Gemüse, Blumen und Samen, benötigen ein Pflanzenschutzzeugnis, bevor sie in die EU eingeführt werden können.

Wenn Fahrer verbotene Artikel mit sich führen oder nicht über die erforderlichen Bescheinigungen verfügen, müssen sie diese an oder vor der Grenze verwenden, verbrauchen oder entsorgen.

Andernfalls können sie beschlagnahmt und vernichtet werden, wobei Kosten und Strafen drohen.

Erfahren Sie mehr über:

Am 31.12.20 führte die britische Regierung eine neue IT-Plattform namens Goods Vehicle Movement Service (GVMS) ein, um das Pre-Lodgement-Modell für Importe und Exporte zu unterstützen und den Transitverkehr zu erleichtern.

Derzeit gilt dies für folgende Strecken:

  • Waren von der EU nach Großbritannien (England, Wales und Schottland) – nur wenn Sie Waren unter dem Übereinkommen über den gemeinsamen Transit mit einem Begleitdokument transportieren
  • Waren von Großbritannien nach Nordirland – eine Warenverkehrsnummer ist für alle Transporte, die über nordirische Häfen eingehen mit dem Goods Vehicle Movement Service eingehen, erforderlich
  • Waren von Nordirland nach Großbritannien – eine Warenverkehrsnummer ist nur unter folgenden Umständen erforderlich:
      • Transporte unter dem Übereinkommen über den gemeinsamen Transit
      • Transporte unter Carnet TIR und ATA
      • Transporte von Irland nach Großbritannien über einen nordirischen Hafen
      • Transporte von Nordirland nach Großbritannien unter einem speziellen Zollverfahren oder auf einer Liste von Waren, bei denen spezifische internationale Abläufe gelten

Die Vorteile des GVMS sind:

  • Ermöglicht die Verknüpfung von Erklärungsnummern, so dass die den Transport ausführende Person (z. B. ein Fahrer) an der Grenze nur eine einzige Numme (Goods Movement Reference oder GMR) vorlegen muss
  • Ermöglicht die Verknüpfung des Transports mit Erklärungen und ermöglicht die automatische An-/Abreise von Waren innerhalb von HMRC-Systemen.
  • Automatisieren Sie die Funktion Office of Transit und markieren Sie die Eingabe von Waren in NI oder GB
  • Erlauben Sie, dass der Person, die die Waren kontrolliert, die Meldung über das Ergebnis von (gehaltenen oder freigegebenen) Erklärungen in HMRC-Systemen bis zu ihrer physischen Ankunft in NI oder GB zugesandt wird

Ab dem 1. Januar 2022 werden sich die Regeln ändern und die Anforderung zur GVMS-Nutzung, gilt dann für alle Transporte durch die Häfen, die das GVMS verwenden, sowohl von EU zu GB als auch von GB zu EU.

Dies gilt für alle Zollverfahren (Transportwege)

Link zu https://www.gov.uk/guidance/list-of-ports-using-the-goods-vehicle-movement-service


Weitere Informationen finden Sie im Handbuch für Spediteure

Sobald Sie alle diese Anforderungen erfüllt haben, können Sie losfahren und die Waren abholen.